ich

…
hallo.
ich bin patrick,
lebe in der schwäbischen zentral-provinz
und könnte mittlerweile auf ü30-parties gehn.
damit du nicht denkst, dass das hier nur zufällig entstanden ist,
erzähle ich dir, wie es dazu kam…
(falls für dich zeit geld ist, halte dich an solche und solche worte.)
1997…1998
nach dem abitur war ich ein jahr im krankenhaus, zum glück aber nur als zivi.
nach dieser zeit war mir klar, die medizin ist nichts für mich. also ab in die
werbung. ist ja fast das gleiche: reich und berühmt werden, nur ohne blut.
1999…2004
aber wo macht man eigentlich werbung? das durfte ich, ausnahmsweise
auch ohne bereits zu studieren, in ludwigsburg bei h2e erfahren.
und auch das ‘wie’ - soweit das als praktikant eben möglich ist.
anfangs: kopieren und pappen aufziehen. aber immerhin kopien und
pappen für etats wie mercedes nutzfahrzeuge, nokia und lotto. schonmal ein anfang.
netterweise traute mir mein damaliger CD armin jochum auch mehr zu,
wenngleich wir nicht immer einer meinung waren. hart, aber herzlich.
dort lernte ich auch simone kennen. nett, süß, studentin im praxissemester.
wow, studieren… das will ich auch können! um nach dem praktikum
keinen leerlauf zu haben, entschloß ich mich, es vorzeitig zu beenden,
um mich noch rechtzeitig zum sommersemester 2000 anzumelden.
so wurde die merz-akademie stuttgart bis 2004 zu meiner zweiten heimat.
ein seminar während des grundstudiums stellte die weichen für meine erste station im folgenden praxissemester. jawohl, es war wieder soweit: diesmal kaum kopien und pappen, dafür mehr action.
3 monate bei IPP = institut für paraarchitektonische phänomene. klingt komisch, war aber so. gestaltung mal anders, architektur trifft auf design. und architektur, so durfte ich feststellen, ist ein dehnbarer begriff, wie die von mir mitbetreuten projekte zeigen: ofu und pks.
dann war es auch gut mit der architektur, organisch oder nicht. wer rastet rostet, also ging es für die restlichen 3 monate in die bereits erwähnte provinz, ins beschauliche esslingen zu mediago. hauptetat damals: siemens. und zwar nicht irgendwas, sondern unterstützung beim mobilen event exider am standort stuttgart. darüber hinaus gab es natürlich auch viele kleinere jobs. und diesmal keine pappen, nur action.
wieder angekommen im geregelten studentenleben war das stichwort: schwerpunkt-wahl. meine fiel auf interactive media bei prof. salvatore vanasco und später webdesign bei prof. olia lialina. frag mich bitte nicht, warum - aber print war damals nicht so mein ding.
die monate gingen ins land und ehe ich mich versah, ging es um die wurst: das diplom als punkt hinter dem satz “ich habe studiert”. und um noch einen draufzusetzen: den european master of media arts.
wenn schon, denn schon.
das thema war relativ schnell gefunden (auch du findest es schnell: unter arbeiten), die umsetzung ging natürlich weniger schnell. und während der prüfung am ende wurden minuten zu jahren. aber: ende gut, alles gut!
studentenleben, ich werde dich vermissen! der rest ist geschichte.
2005…
meine erste festanstellung führte mich dann doch zum print-design. so schön das web auch ist, ich kam bis dahin um’s programmieren nicht herum - große not, für einen code-idot! denn das liegt mir nicht. aber egal, bei der agentur kom besann ich mich auf das klassische - das gute alte papier, mit allem, was dazugehört - und habe dafür noch eine menge gelernt. schnell konnte ich mich mit dem kunden intersport anfreunden - großer name, große vielfalt, große herausforderung. denen stellt man sich als junior AD gern. und ab und zu auch kopien und pappen… aber egal, schließlich gibt es ja praktikanten.
so, und die moral von der geschicht’? wer nicht rastet, rostet nicht.
2010…
neue zeit, neues glück. das nuller-jahrzehnt liegt hinter uns, und auch meine zeit bei der kom. schön war’s. sehr schön sogar. tja, scheiden tut weh, doch das beste an einer reise ist das weiterziehen - und ein neuer wegpunkt erweitert meine route: bransch & partner. beim bewerbungsgespräch fiel der satz: wir sind wie eine WG. und das stimmt: lebendig, bunt und intensiv. ich fühle mich dort, wie auf einer kleinen yacht, im vergleich zu den ozeanriesen der branche. die crew ist perfekt eingespielt, jeder weiß, wo er zupacken kann, jeder darf machen, was er kann - hierarchien verschwimmen.
[update]…hier stand noch mehr. aber mit der zeit kam alles anders. es war schwierig. fachlich konnte ich viel lernen, für kunden wie die SSB, Mahle oder Etoile Konstanz. die wichtigste lektion jedoch war, seinem bauchgefühl zu trauen - und sich nicht allzu leicht begeistern zu lassen. nicht alles war schlecht, aber vieles nicht gut. doch ein guter freund meinte einmal: “was hinter mir liegt, wäre mir egal!” es ist nicht ganz egal, aber abgeschlossen.
und nun? dorten. endlich, nach zwei jahren liebäugelei. alles, was es manchmal im leben braucht, ist das richtige verhältnis von geduld und aufdringlicher unaufdringlichkeit. auch ein sprung ins kalte wasser kann nicht schaden: ich bin jetzt konzepter - und darf texten. keine layouts mehr erstellen, sondern präsentationen. kein indesign, sondern powerpoint. ungewohnt, aber gut. und gut, weil neu.
ein wichtiger karriereschritt, wenn man karriere als steigerung von verantwortung und spaß an der sache versteht - und viel dabei lernt. schon meine ersten projekte zum einstieg für die SPD Baden-Württemberg oder BMW fordern viel. aber geben mir auch viel.
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übrigens: das tolle an gestaltung und/von kommunikation ist, dass man sie auch in der freizeit ausüben kann. und weil ich das ganze einfach mit zwei meiner hobbies verbinde, muss ich mir nicht mal wie ein workoholic vorkommen.
kunst und klangwelten e.v.
was kann aus einem freundeskreis entstehen, in dem es viele personen gibt, die sich gern akkustisch und visuell ausleben, sowie gern feiern? ein verein? wie das?
man kann beides kombinieren, indem man veranstaltungen organisiert und alle beteiligten einlädt, dekorative sowie musikalische elemente beizutragen. genau das war der ursprung von kunst und klangwelten e.v., der 2001 gegründet wurde. ich war von anfang an mit dabei und habe den verein medial unterstützt.
mit der zeit entwickelte sich das geschehen vom bloßen veranstalten von parties zu einer kleinen aber feinen plattform für junge menschen, die spaß an kreativität haben. seien es sprayer, djs, fotografen, bildhauer, beatboxer oder feuerartisten - die voraussetzungen waren simpel: unbekannt, aber talentiert.
minusgleichplus
“weniger ist mehr”: ein motto. ein altes motto, aber ein gutes motto. was macht man mit einem motto, wenn es mehr als nur ein motto sein soll? man verknüpft es mit taten. und wie bringt man taten am besten an die öffentlichkeit? genau, durch die medien, zumindest in form von informationen.
da weder die ard, noch rtl und nichteinmal 9live interessiert waren, hat uns das freie radio für stuttgart eine chance gegeben - in form einer zwei-stündigen sendung, jeden 4. dienstag im monat, von 22-0 uhr.
und da sind wir nun: zwei hochmotivierte jungs, ein motto und ein mikrophon.
beiträge zur themenwelt minimalismus sind die palmen und dj-sets aus minimalistischer elektronischer musik sind das wasser, woraus unsere kleine oase der einfachheit mitten im trubel alltäglicher komplexität geformt ist.
es ist interessant, es ist lustig und es ist kostenlos - was will man mehr?
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